4. Rang im Projektwettbewerb Bezirksanlage Uster

Das Hochbauamt veranstaltet einen selektiven Projektwettbewerb zur Vergabe von Generalplanungsleistungen für die Instandsetzung und Erweiterung der Bezirksanlage Uster.

Die Rahmenbedingungen für die Neubebauung der Bezirksanlage einschliesslich ihrer städtebaulichen und funktionalen Strategie sind jüngst in einem Gestaltungsplan aufgearbeitet worden. Das vorliegende Projekt will dieses Ensemble stärken, hierfür kraftvolle Figuren und Bilder entwickeln, dabei transformativ denken, sowohl was den Baubestand und die städtebauliche Vorgeschichte, als auch, was die Neubauten anbelangt – so, als würden diese schon längst dazugehören.
Die traditionelle Industrie- und Bezirksstadt Uster durchläuft derzeit einen eindrücklichen Wachstumsschub. Dieser konzentriert sich auf einen Cluster von Hochhäusern im zentralen Bereich des Siedlungsgebiets zwischen den konstituierenden historischen Elementen Eisenbahn und Aabach. Dieses Gebiet westlich der Poststrasse war im Wesentlichen im frühen 20. Jahrhundert überbaut worden, u. a. mit dem alten Bezirksgerichtsgebäude.
Das hier vorgelegte Projekt soll als wiedererkennbarer Sitz der kantonalen Verwaltung – also als öffentliche Institution – in den Massstab und in den Kanon dieser Neubauten einstimmen. Die neue Bezirksanlage bringt zwar ein anspruchsvolles Programm teilweise neuer Nutzungen zusammen. Sie will aber auch die Geschichte und Tradition des Standorts spürbar machen und in die Zukunft tragen.
Die Themen des Projekts sind somit, a.) eine klare architektonische Haltung und einen gestalterischen Umgang mit alt und neu zu finden, b.) Erscheinungsbild, Identität und Narrativ des neuen Verwaltungsclusters nachhaltig und kraftvoll auszudrücken, c.) die städtische Öffentlichkeit und Bereiche mit teilweise hohen Sicherheitsanforderungen stadträumlich zu vernetzen, d.) mit den neuen Bauten sozialen Mehrwert und Strahlkraft zu stiften, sowie e.) Stadtraum und Aufenthaltsqualität (Behaglichkeit, Belebung, Stadtklima, Sicherheit) mit einer hohen, konfliktresilienten Funktionalität zu stabilisieren.